Sichere Straßenverkehrsteilnahme bei der Speisenauslieferung

Speisenauslieferung boomt! Statistiken gehen davon aus, dass die Zahl von 7,5 Millionen Personen, die sich 2015 Essen per Mausklick liefern ließen, bis zum Jahr 2021 auf 24 Millionen steigen wird. Speisenauslieferung bedeutet hier die Auslieferung fertig zubereiteter Speisen an private Endverbraucher in kleinen Stückzahlen. Nicht darunter fallen Cateringdienste oder Auslieferung von Speisen an die eigenen Filialen. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) versichert ca. 2000 Betriebe mit über 5000 Vollbeschäftigten, die sich auf Lieferservice spezialisiert haben. Dazu kommen noch zahlreiche stationäre Betriebe, die diese Dienstleistung verstärkt als Zusatzgeschäft anbieten.

Der größte Teil der Liefertätigkeit findet im Straßenverkehr statt. Die Fahrten werden mit Autos, Motorrollern, E-Bikes oder Fahrrad durchgeführt. Die meisten Auslieferungsfahrer sind männliche, junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Unfallgefahren resultieren gerade bei dieser Gruppe oft aus mangelnder Fahrerfahrung, Selbstüberschätzung und Risikoausblendung.

Unternehmer müssen dafür Sorge tragen, dass die Verkehrsteilnahme in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt wird. In diesem Zusammenhang müssen Regelungen der DGUV-Vorschrift 70 („Fahrzeuge“) sowie des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) und der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) beachtet werden. Fahrzeuge müssen geprüft und Fahrer unterwiesen werden. Die Beachtung allgemeiner Verkehrsregeln und die Umsetzung betrieblicher Regeln muss überwacht werden. Mit der hier vorliegenden Checkliste können sich Unternehmer und verantwortliche Personen einen schnellen Überblick über die relevanten Themen und über den Grad ihrer Umsetzung im Betrieb verschaffen.