Motorrad

Endlich ist der Frühling da. Für viele Biker und Bikerinnen beginnt nun die schönste Zeit des Jahres. Den Grund für ihre Leidenschaft können die "Motorrad-Infizierten" leicht erklären: Die "Freiheit auf zwei Rädern" und die unmittelbare Nähe zu Natur und Landschaft begeistern die Motorradfahrer. Das Wichtigste ist aber für die meisten die Fahrdynamik und die damit verbundene unmittelbare Beherrschung der physikalischen Kräfte. Überhaupt, Kurven sind für viele Motorradfahrer schlechthin der Grund Motorrad zu fahren.

Leider gibt es auch Schattenseiten. 2018 starben 699 Motorradfahrer, 9% mehr als im Jahr davor. Das sind über 21% der im Straßenverkehr Getöteten – und das bei einem Anteil von 1,3% an den insgesamt auf deutschen Straßen gefahrenen Kilometern. Ca. 30% der Motorradunfälle sind sog. Alleinunfälle – bei knapp 50 % der Unfälle trägt ein Unfallgegner die Hauptschuld am Unfallgeschehen. Die bei Weitem häufigste Unfallursache auf Seiten der Motorradfahrer ist unangepasste Geschwindigkeit. Angepasst bedeutet hier: Die Geschwindigkeitswahl ist prinzipiell regeladäquat und passt sowohl den Straßen- und Witterungsverhältnissen als auch zum jeweiligen fahrerischen Können.

Fazit: So schön Motorradfahren ist, so gefährlich ist es. Es bedarf daher neben der "Fitness" des Motorrades auch der körperlichen und geistigen Fitness des Fahrers! Vor dem Saisonstart sind daher einige "Handgriffe" an der Maschine unerlässlich:

  • Reifencheck: Genügend Profil? Beschädigungen? Alterungsspuren der Reifen? Luftdruck?

  • Funktionsprüfung der Elektrik (Batterie, Beleuchtung), der Elektronik (ABS, Traktionskontrolle etc.)

  • Bremsanlagen (Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeiten).

Bei all der hochentwickelten Elektronik, die auch in Motorrädern inzwischen verbaut wird, ist und bleibt der Fahrer entscheidend. Ohne dass hier Höchstleistungen verlangt würden, benötigen Biker und Bikerin einen guten Gleichgewichtssinn, eine gute Koordination der verschiedenen Bewegungsabläufe und Kondition z.B. beim Stemmen gegen den Fahrtwind. Darauf muss man sich mental und körperlich einstellen.

Sehr wichtig ist die richtige Kleidung von Kopf bis Fuß: Helm, Jacke, Handschuhe, Hose und Stiefel. Hierbei ist auf die richtige Passform zu achten, bequem und trotzdem enganliegend.

Wichtig – vor allem für die Gelegenheitsfahrer – ist es, bei einer plötzlich auftretenden brenzligen Verkehrssituation die richtigen Handlungsmuster parat zu haben. Leider geraten diese leicht in Vergessenheit, weil sie - zum Glück! - nicht so häufig benötigt werden. Zur Einübung und Auffrischung eignen sich Fahrsicherheitstrainings. Die BGN bezuschusst auch Fahrsicherheitstrainings für Motorräder mit 75.- €.

Informationen dazu finden Sie auf dieser Web-Site.

Weiter Infos zum Thema: https://www.runtervomgas.de/impulse.html